ackerschön woche 45

sodala in kürze:
gemüseverteilung:
servitenplatz: freitag 6. nov. von 15.30 bis 19.00 uhr
dialogos:  6. nov. von 17.00 bis 18.30 uhr, betreut von raya und fabien
lebensmitte*l:  samstag 7. nov. von 9.00 bis 13.00 uhr (hasendorf 43)

bei der vergabe gehen wir den sanften weg, mit abstand, ohne füße treten und kopf anstoßen, unsererseits maskiert, ihr könnt euch hierbei selbst entscheiden wie ihr es handhaben oder mundhaben wollt.

grüntöne im herbst vlnr.: kohl, zuckerwurzel, lauch, karotten, … wald

ein paar „schlaue“ worte für langleser*innen:
immer so gemeint, dass sie euch anregen mögen, ohne anspruch auf allwissenheit oder ähnliche zustände.

mit dabei wichtige aktualitäten zum thema gemüse,

fangen wir mal mit dem guten rettich an: da dieser zu aufplatzungen neigt, (vermutlich zu viel getrunken) könnt ihr die chance wahrnehmen ihn in kleinen portiönchen zu kosten, wir schnippeln ihn sorgsam, da er so hübscher wird als in seiner urSPRINGform.
also nutzt die chance verschiedene stückchen auszusuchen, es sind züchtungsergebnisse von ackerschön, die unterschiedliche geschmacks- und farbtöne haben (bildchen siehe kw44).

die ernteliste ist mit dem wort tomaten bestückt, selbstverfreilich haben wir diese vor dem räumen der pflanzen geerntet. sie sollten nachreifen, ein paar haben dies auch getan. nun kommen die allerletzten von ihnen mit, ob rot ob grün.
es sind viele unreife dabei, die ihr selber nachreifen lassen könnt oder ihr sucht rezepte für unreife grüne tomaten und zaubert euch etwas feines daraus. auf jeden fall aber gut prüfen, ob die früchtchen noch genußfähig sind.

die dritte beachtung findet hier die limabohne (auch mondbohne, phaseolus lunatus), sie gehört (ihr habt ja schon übung) ausgelöst (hülse nicht zum verzehr geeignet). ihr braucht dazu ein wenig geduld, manche böhnchen sind auch noch recht klein, je reifer sie sind desto mehr kommt eine bräunliche marmorierung zm vorschein. sie werden dann gekocht und sind so zum verzehr bereit. mmh, die arbeit lohnt sich, ein feines maroni-aroma ist die belohnung.

ein vierte schatz, den nicht alle lieben aber manche umso mehr zu schätzen gelernt haben: der zuckerhut.  seinen namen gab ihm wohl der feuerzangenbowlen-kegel, nicht etwa sein geschmack, der leicht bitter daherkommt. vielfältig verwendbar, ist er eines unserer lieblingsgemüse, als feingeschnittener salat in die suppe oder in den kartoffelpüree, gedünstet, gebraten, mit scharfem beiwerk wie chilli oder paprika, mit käse (blauschimmel) – die variationen sind fast unendlich. nur eine kulinarische partnerin führt zu verzogenen mündern: die minze! die beiden nacheinander oder gar zugleich im mund machen eine vollkommen abonderliche bitterkeit, schmeckt wie medizin, ganz und gar nicht lecker, aber ein beeindruckendes gaumen-experiment.

nochmal erwähnenswert, die cardy, die fleischig-stielige schwester der artischocke, vor allem in italien und in der schweiz beliebt und bei uns stark im  aufwind. im winter eine feine bereicherung der vielfalt. wichtig: stengel  ca. 20-30 min kochen, dann mit dazu in die gemüsepfanne oder gar ins backrohr zum gratinieren.

so und jetzt sind wir im november, der frost steht wieder im wetterbericht, die pflanzen wurden mit vliesen  bedeckt (nur die empfindlichen gemüter) und nun spüren wir, es wird wahrhaftig kalt.
das bedeutet so manche handwerkliche tätigkeit kommt hinzu, die sickergrube am hof wurde unter tage ausgeräumt mit tatkräftiger obertage abfahrt und sehr skurilen funden. hier wird ein gemüsewaschplatz entstehen, das wasser soll aufgefangen und danach zum gießen weiterverwendet werden.


für die schafe wird der alte stall renoviert, so können wir dünger gewinnen und die tiere haben eine geschützte unterkunft in unserer nähe.

einer unserer wohlgeschätzten praktikanten (gabriel) ist nun wieder weitergezogen, die zeit mit ihm haben alle genossen, er ist uns nun schon das zweite mal auffallend harmonisch in den betrieb eingetaucht, wir sind voll des dankes, so richtig ackerschön war das und wird es vielleicht wieder sein, irgendwann kommt er wieder, da sind wir sicher.

die zeiten sind herausfordernd, zeigen aber auch, dass wir mit gemeinsamen anliegen im gegenseitigen wahrnehmen sinnvolles schaffen können.

 

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