ackerschön woche 44

sodala in kürze:
gemüseverteilung:
servitenplatz:: freitag 30. okt. von 15.30 bis 19.00 uhr
dialogos 30. okt. von 17.00 bis 18.30 uhr, betreut von raya und fabien
lebensmitte*l:  samstag 31. okt. von 09.00 bis 13.00 uhr (hasendorf 43)

eventuell wichtiges:
es werden diese woche“häßliche“ böhnchen mit verteilt, lasst euch von äußerlichkeiten nicht schrecken, in den unansehnlichen hülsen stecken die zum verzehr geeigneten böhnchen, diese auslösen, kochen (ohne vorheriges einweichen) und danach verspeisen.

und ebenso anpreisen wollen wir euch unsere bunten rettiche. scheut euch bitte nicht die geschnittenen bunten stückchen mitzunehmen. ganz fein schmecken sie zum beispiel in feinen scheibchen aufs butterbrot gelegt. handlich zugeschnitten sind sie, weil der viele regen die rettichknollen hat unansehnlich aufplatzen lassen. so wurden sie in den vergangenen wochen von manchen gemieden, nun also ein neuer versuch sie euch schmackhaft zu machen.

nun ist schluss mit vielen blümchen, die dahlien werden immer weniger, ein leicht frostiger hauch hat sich schon übers feld gesenkt, noch haben wir glück gehabt, denn der echte frost ist ausgeblieben (freut uns alle sehr). viele von euch lieben die blumen (wir auch) und das teilen fiel manchmal schwer, am liebsten würden wir einfach aus der fülle nehmen. aber die blumen sind, wie das gemüse auch ein gutes stück arbeit. natürlich würden wir euch gern in einem blumenmeer sehen, zumindest die von euch, die sie lieben.

das gilt für alles was wir so auf dem feld anbauen, diese fragen werden uns also weiterhin begleiten: wieviel wird gebraucht, wieviel können wir beitragen, reicht es einerseits aus, ist es andererseits zu schaffen? viel beschäftigt uns in diesem zusammenhang auch die frage nach dem geeigneten umgang mit geld, diesem faszinierendem fluidum mit dem wir einerseits so selbstverständlich umgehen und das andereseits trotzdem so unbegreifbar vielgesichtig bleibt. ist es ein brauchbare maßeinheit? was bestimmt den wert der dinge? grundlegend wichtig ist es wohl die eigenen „echten“ bedürfnisse spüren zu können und dass es möglichkeiten gibt zum offenen austausch. so gehen wir schritt für schritt mit diesen fragen weiter und haben das gefühl jeden tag ein wenig zu lernen bei ackerschön.
– eine schöne, achtsame arbeitshaltung, die daraus ensteht…
so gibt es dennoch momente wo alle an ihre grenzlein des vergnügens stoßen, beim süßkartoffel ernten im matsch war das der fall. zum glück haben wir mit famosen gesprächen über urlaubswünsche und den überraschungen, wie unterschiedlich diese beim wühlen im kühlen nass daherkommen, die ernte versüßt und der gang führte uns nach dieser ernte zum mittagessen in die warme box, was kann es schöneres geben.

apropos arbeit, die haben wir uns auch gemacht indem wir die nun sehr üppig auftretenden und überaus gefräßigen raupen vom kohlweisling an unseren pflanzen absammeln (die enten sind davon leider nicht ganz begeistert, sie schmausen lieber schnecken). die pflanzen haben unter dem frass der raupen sehr zu leiden, unschöne geschicht.

nun schönes: in hasendorf gibt’s neues, die eröffnung der lebensmitte*l hat uns sehr erfreut, und gerne sind wir mit dabei und freuen uns seehr über claudia’s initiative und entschlossenheit. anregungen werden gerne gemeinsam gesammelt, wie kann so ein geschäft sich entwickeln, auch getragen und dadurch mitgestaltet von den menschen, die es wollen. an sich ist es ja immer so, dass wir durch unsere einkäufe ermöglichen was um uns herum geschieht, aber hier wird nochmal ganz deutlich, dass wir bewußt mittragen können wie wir versorgt werden wollen. kein profitorientiertes marketingkonzept schwebt unantastbar im hintergrund sondern ein angebot zu gutem versorgen, dass sich an bedürfnissen orientiert. wie kann das in unserer wirtschaftswelt gelingen? was können wir dazu beitragen? und wieder sind wir bei den fragen angelangt, die uns gerade schon beschäftigt haben…

grüezi

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