ackerschön woche 18

WICHTIG:
abholung servitenplatz am donnerstag den 30. april  anstelle vom 1. mai

ihr lieben: es bleibt spannend

mangel oder fülle?

kann es uns gelingen eine situation in der es wenig gibt trotzdem als fülle zu erleben?
bei ackerschön und in der natur sowieso und eigentlich überall  können wir erleben was das heißt. und immer wieder können wir auf diesen zustand zugehen, denn da liegt ein quäntchen erkenntnismöglichkeit verborgen.

schauen wir genau hin, so ist es auch mit weniger gemüseangebot möglich fülle zu erleben. (bald wird diese zeit vergangenheit sein). also lohnt es sich, sie bewußt und dankbar zu betrachten. denn sie hat uns etwas zu schenken. was uns wirklich „reich“ und „satt“ macht sind zum beispiel unsere beziehungen zu anderen menschen, das macht auch unsere arbeit zu etwas besonderem. in beziehung zu den menschen gemüse zu „produzieren“ ist anders als hektarweise masse für geld und subventionen zu erarbeiten, denn die beziehung zu euch ist anders als wir sie sonst am „markt“ erleben können. es steht das lebendige im zentrum, schön wenn wir erleben können wie wir dabei selbst auch zum erblühen kommen.

AUF DEM FELD
für mittwoch war regen angesagt, so haben wir unsere kräfte gesammelt und bei der morgendlichen kaffee-tee-planungsrunde hieß es dann nur noch:  heute SETZEN!!! klingt nach kaffee mit schlagobers genießen in der sonne? nein – das war allen klar: wir setzen soviel pflanzen, wie wir schaffen können und eigentlich noch einen deut mehr. das ist uns gelungen, ein zufriedenes gefühl macht sich breit, wenn  solche tage zu ende gehen, – aber nein es fehlte noch der regen! die wenigen tropfen haben kaum feuchtigkeit am boden hinterlassen, drum haben wir, ahnend dass sich dieser zustand wohl länger hinzieht doch noch mit der bewässerung begonnen. diese arbeit – das verlegen der tropfschläuche – ist  aufwendig, aber folgenschwer wenn sie nicht geschieht, denn gerade das anwachsen fordert die pflanzen und sie brauchen wasser für den prozess des verwurzelns. beim setzen haben wir die trockenheit bis in die finger spüren können, unsere lehmige erde wird dann hart und schrollig.

irgendwie haben wir die wärme beim setzen sehr genossen, nicht zu heiß, wunderbar. heute allerdings schon wieder vergangenheit, denn die kälte hat sich in windeseile ausgebreitet. der wind bläst immer noch pfeifend durch die ritzen des stadels, wo wir schreibend den abend verbringen.

natürlich sind malou und lelio längst nach hause gegangen, aber wir erwähnen hier nochmal, es ist richtig fein, wie die beiden bei ackerschön eingeflossen sind, wie sie sich einbringen mit all ihrem sein, irgendwie passen sie wunderbar zu ackerschön… haben wir alle gut erwischt ; – )

in hülle und fülle auf wiedersehen

 

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