klettenwurzel

die klette (bardane, gobo), arctium lappa

wir haben es hier mit einer kulturform der großen klette zu tun, die in eurasien ihr ursprüngliches verbreitungsgebiet hat. durch den menschen wurde sie mittlerweise weltweit verbreitet. neben ihrer bedeutung als vielfältige heilpflanze (antibakteriell, antiviral, …) war im mittelalter eine nutzung als wurzelgemüse verbreitet. diese verwendung ist hierzulande fast völlig in vergessenheit geraten, während hingegen in japan die klettenwurzelnutzung einen wichtigen bestandteil der traditionellen küche bildet. auch die züchterische bearbeitung als wurzelgemüse hat hier ihren ursprung.
zur nutzung als heilpflanze gibt es recht viel zu lesen, unser spezialgebiet jedoch liegt eher im bereich der kulinarik.
die klettenwurzel besticht nicht durch schönheit, sicher jedoch ist sie eine gesundheitsfördernde komponente der winterküche.
ballaststoffreich kommt sie daher und schmeckt angebraten vorzüglich, auch als suppengemüse (cremesuppe im solo) kann sie punkten, gedünstet, gebraten, viele möglichkeiten bieten sich zur zubereitung.
ihre verarbeitung ist der karotte ähnlich, der geschmack nicht.
sie ist mit oder ohne schale zum verzehr geeignet, ohne schmeckt sie milder.
wird sie geschält so empfiehlt sich ein einlegen in mit zitrone gesäuertem wasser, muss aber nicht sein, denn mit sojasoße abgeschmeckt kommt sie gut zur vollendeung und wird ohnehin bräunlich, das einlegen in zitronenwasser dient nur der antioxidation.
kultiviert wird die klette wegen ihrer langen wurzeln in japan oft in hohen holztrögen, wir bauen sie jedoch wie karotten auf dämmen an. die handernte erfolgt dann mit extralangen spaten, um die leicht brüchigen wurzeln möglichst tief aus der erde zu kriegen.
wir meinen, dass die klette am winterlichen speiseplan nicht fehlen sollte!

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