ackerschöne woche 37

ihr lieben,
eigentlich geistern im laufe der woche jede menge worte herum, die geschrieben werden könnten, aber sie verflüchtigen sich auch wieder.
und dann sind die hofnachrichten zu schreiben und die frage stellt sich, was interessiert euch von den vielen ereignissen der woche.
ganz am anfang stand diesmal ein tag mit roland, der uns mal wieder tatkräftig unterstützt hat, im hof wurde reine gemacht – sieht schon viel besser aus,  am feld geackert und zum schluss noch pikiert. zu mittag hat uns roland sein rezept für shisosalat schmecken lassen, das möchte ich euch nicht vorenthalten, weil shiso gibt es noch viel und es war mmmh, sehr lecker.
die shisoblätter werden sehr fein geschnitten, dazu kommt eine marinade aus essig, öl, tahin, süßem senf und sojasoße, – fertig
der herbst entwickelt sich prächtig, der regen war eine wohltat für die pflanzen und die enten am feld. und der jungpflanzenbereich ähnelt wieder dem frühjahr, denn jetzt soll sich noch einiges entwickeln, was uns im winter nährt. der acker ist schon gut bestückt, aber es gibt noch platz der befüllt werden soll. wir setzen und säen also vielerlei, nebenbei gilt es die infrastruktur für das nächste Jahr vorzubereiten. ein kleiner jungpflanzentunnel soll auf unserem kleinen acker vorm hof zu stehen kommen, abgebaut wurde er schon.
das saatgut wird aufbereitet und darf in die hofstelle zur überwinterung.
die saatgutarbeit ist in vollem gang und zu diesem thema gehört auch der knoblauch. wir haben von manchen sorten im vorjahr je eine knolle erhalten, die wir zum kennenlernen ausgepflanzt haben. ca 8 bis 12 zehen je knolle ergeben im folgejahr 8 bis 12 neue knollen, wer jetzt fleißig kopfrechnet weiß, das dauert seine zeit bis die ernte genug zum verteilen hergibt, …trotzdem bleiben wir auch am knoblauchthema, denn wir fragen uns auch, warum dieser so wenig im bewußtsein ist, er wird nicht von allen geliebt, aber spannend ist, daß die verschiedenen  herkünfte wirklich unterschiedlich schmecken. nicht nur beim knoblauch, bei anderem obst und gemüse ist das schließlich auch thema.
um welche der ca. 10.000 fliegenarten handelt es sich? vielleicht um eine wanzenfressende goldschildfliege?

immer wieder bewegen uns auch fragen rund um die solawi, wie wir sie gemeinsam gestalten. wie geben, empfangen, arbeiten, sorgen, genießen, entwickeln wir ackerschön weiter, weil es ein lebendiger organismus ist der sich stetig verändert, so wie es die pflanzen auch tun. denn wir teilen nicht nur die ernte, sondern sehr viel mehr, die obsorge für ein stück land, die liebe zur gemüsevielfalt, die idee wirtschaftlich anders miteinander umzugehen….

da fällt mir eine anmerkung aus einem kürzlich gelesenen text ein: wenn wir etwas neues gestalten wollen, müssen wir die komfortzone verlassen, neue wege erfordern manchmal besondere wachheit und offenheit.
in diesem sinne mit lieben grüßen, gundel, lelio und peter

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