starkregen

ihr lieben,
die heutigen nachrichten haben leider wenig erfreuliche inhalte:
die menschen von euch, die in hasendorf leben wissen was der vergangene freitagabend zu bieten hatte: während am servitenplatz in wien bei der gemüseverteilung ein kleiner sturzregen niederging, gab es in hasendorf eine weitere steigerung. innerhalb kürzester zeit gab es etwa 100ml nässe vom himmel – unmöglich für den ausgetrockneten boden, diese wassermassen aufzunehmen.
am schafflerberg-acker strömte ein mitreißender fluss über unsere kulturen, teils frisch gesetzt, teils schon mit dicken früchten. viele pflanzen wurden ausgerissen und vom wasser an vollkommen andere orte gebracht, es war ein skuriler anblick nach der langen trockenheit.
der zuckermais liegt flach, viele kürbispflanzen wurden entwurzelt…

wir waren recht still, als wir am samstag über den acker gingen. von mancherlei jungpflanzen, die wir aufgezogen und in die erde gesetzt haben ist nicht mehr viel zu sehen-  einfach weggespült.

auch im dorf konnte man vielerlei aktivitäten erleben, einige keller mussten ausgepumpt werden, höfe wurden geputzt, strassen gereinigt….

es ist dies kein schönes bild, aber nun denn, es ist was es ist und so machten wir uns am samstag mit stefan und elina an die ersten aufräumarbeiten. alles verschlammt, tiefes einsinken in den boden … kaffeetassen, besteck unter schlamm. am acker selbst, ließ sich darum auch noch gar nicht viel tun.

auch der weg zu unserem zweiten acker wurde stark mitgenommen und wird einige pflege brauchen, bevor er wieder befahrbar ist..

wir geben euch einen kleinen einblick in das geschehen, wissen aber auch, dass vieles noch steht und nicht betroffen ist.

paprikas liegen weit ab vom acker im strassengraben, kürbisse haben wir ca. 100m von ihrem ursprünglichen verwurzelungsort zusammengesammelt, sie liegen nun „geerntet“ zum trocknen ausgebreitet.

je nachdem welche perspektive wir einnehmen ist es ein bild der verwüstung oder auch die gewissheit, dass trotzdem vieles da ist, was weiterwachsen wird. ganz schlimm betroffen sind gott sei dank nur ein kleinerer anteil der frisch gesäten und gepflanzten bestände für die versorgung im winter, die schon gut eingewurzelten pflanzen haben zum großteil den wassermassen standgehalten:
lauch und erdbeeren werden sich wieder aufrichten

ebenso werden artischocken, sellerie und rhabarber (unteres bild) mit etwas pflege bald wieder manierlich dastehen… die paprikas jedoch haben die kraft zum aufrichten nicht so sehr und werden die nächste paprikaversorgung noch etwas üppiger machen…

der sonntag stand im zeichen der tunnelpflege, paradeiser wurden geschnitten und bonitiert, das heißt wir haben die gesündesten, schmackhaften und schönen geerntet und saatgut gemacht.

ab montag werden wir voraussichtlich beginnen den acker wieder herzurichten, dazu können wir gut hilfe gebrauchen, denn die furchen sind tief.
zu diesem zweck wollen wir kommenden SAMSTAG am 1. September einen außerordentlichen MITMACHTAG starten, bitte meldet euch, wenn ihr lust und zeit habt mitzutun.

diesmal etwas stille, betroffene grüße,
gundel u. peter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.