ackerschön woche 2

solawi – sodala in kürze:
gemüseverteilungen, die letzten zwei für diese saison, weiterhin im zweiwochen-rhythmus, also:
servitenplatz: freitag 08.01.2021 und freitag 22.01.2021,
jeweils von 15.30 bis 19.00 uhr

dialogos:  08.01.2021 und 22.01.2021, jeweils von 17.00 bis 18.30 uhr
lebensmitte*l:  samstag 09.01.2021 und 23.01.2021 von 9.00 bis 13.00 uhr

für die nächste saison: jahresversammlung, sie findet am 16.01.2021 von 16.00 bis 17.30 statt,
(leicht zu merken: 16 und 16)
ihr werdet zu dieser online sitzung noch extra eine einladung bekommen

auf der ernteliste ist eine veränderung zu sehen, es gibt zwei kategorien, die ernte vom feld und das lagergemüse.

für die feldernte ist im winter das wetter ausschlaggebend, im frost kann es keine ernte geben und manchmal sitzt alles tief im gatsch, diesmal hatten wir „glück“. es ist eine herausforderung, weil die planung mit einbeziehung des wetterberichtes genau „sitzen“muss. bevor der frost die erde verhärtet müssen die wurzeln „gezogen“ werden, wie schon oft erwähnt können auch blatternten nur durchgeführt werden, wenn die pflanzen aufgetaut sind. die ernte war herausfordernd, das thermometer „sprach“ anders als unsere empfindungen, der wind hat uns die kälte in die glieder gepustet. alles war ein wenig gelähmt vor kälte, die gesichtszüge „eingefroren“. ist das gemüse geerntet gehört die wäsche noch dazu und die lässt (unter diesen umständen) finger schmerzen. bis zum nächsten winter ist ein geschützter waschplatz ganz oben auf der prioritätenliste.

peter ist diese woche der waschheld, malou und artyom haben die ernte im freien grandios geschafft, da können wir alle dankbar sein. juhu es gibt gemüse, aber oh weh, nicht nur wir ernten und futtern gern gemüse, einerseits haben die mäuse den knollenziest weggefuttert, andererseits ist die larve der möhrenfliege weiter aktiv und schädigt die karotten auch im lager, dies ist ein grund warum viele karotten, gekürzt daher kommen.

der ausfall ist gross. wir studieren in solchen fällen, wie es zu dieser vermehrung und einseitigkeit kommen kann, was wir hemmendes unternehmen können. fruchtfolge, windoffene standorte, das mag die möhrenfliege nicht, jedoch geht sie auch an anderes gemüse, das könnte zusatzprobleme schaffen. da wir gerade mit der anbauplanung beschäftigt sind, müssen diese tatsachen rechtzeitig mit eingeplant werden.

schöne arbeiten liegen hinter und auch vor uns, momentan gibt es viel zu tun, wie meistens. die tunnelpflege ist auch jetzt aktuell, lelio hatte schulferien, das heißt er war sehr unterstützend hier und wir haben einige dinge, die schon lang auf der tu du liste stehen erledigt. der lauch am venusbergacker wurde zugedeckt, nicht weil es ihm zu kalt ist, sondern zum schutz vor den feinschmecker rehen, die schon ordentlich geschmaust haben, da kommt noch eine arbeit auf uns zu denn der acker muss eingezäunt werden, um den anbau in der nächsten saison zu gewährleisten.  zum glück waren wir zur anbauplanung alle vier vor ort, so konnten wir gut vor-  und  zurückblicken, viel rechnen und überlegen.

malou und ich waren uns heute einig, die farben am feld sind derart zurückgetreten, dass der eindruck entstehen könnte, nichts geht mehr.

es ist immer wieder erstaunlich, wie stark der acker mit uns „spricht“ und wie stimmungsgebend er sein kann, jetzt heißt es anders hinschauen, irgendwie ist alles still geworden, da müssen wir jetzt durch, bis die natur wieder beginnt zu erwachen, fast scheint es der moment zwischen einatmen und ausatmen zu sein. unfassbar, nicht zu beschreiben.

genau hier liegt auch der punkt, an dem unsere saison zu ende geht und wir ähnlich wie der acker stiller werden und uns besinnen. hier finden viele gespräche statt, viel einfach am acker sein, in ruhe arbeitend, auch oft allein. und es tauchen fragen auf, die uns immer wieder beschäftigen, wie können wir das alles bewältigen, wie können wir in gutem kontakt zu euch sein. wie gemeinsam entwickeln. eine gute verbundenheit schaffen? manchmal scheint „wien“ sehr weit entfernt zu sein, wie lässt sich diese verbindung stärken? unsere idee hierzu wäre mal eine „gemüserunde“ in der mal alles „auf den tisch“ darf, ganz einfach ohne tagesordnung, protokoll und dergleichen, eine gesprächs-und lauscherunde. vielleicht sind erste kleine schritte in die richtung, bei der „jahresversammlung“ schon möglich.

für euch kann genau hier auch gut die zeit der reflektion sein, die vereinbarungen sollten erfrischt werden, wir verzichten hier auf den großen aufwand der wieder anmeldung und bitten euch alles gut anzupassen, wenn ihr weiter im „ackerschön boot sitzen“ wollt und dieses projekt belebend mutgestaltet und genießt. denn es geht ja nicht blos um gemüse, es geht um eine lebensfähige beziehung zwischen stadt und land, …

ah ja, die ernteliste…

 

 

 

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