ackerschöne woche 29

hier sind wir wieder, diesmal mit nachrichten zwischendrin –

auf den feldern sind jetzt die mähdrescher unterwegs, auf den wenig befahrenen landstraßen die fahrradfahrer. ferienstimmung und hochsommerstimmung begegnen sich. arbeitsreiche tage liegen hinter uns, die den herbst schon ganz deutlich ankündigen: wir haben große mengen an kohlgewächsen in die erde gesetzt (und viele weitere warten noch), unterstützt haben uns neben lelio und marion zwei unserer töchter, elina und jana. damit kein schädliches insekt sich auf ihnen niederläßt haben wir die kohlpflanzen diesmal gut zugedeckt mit sogenannten kulturschutznetzen.

als wir dann noch große beikräuter entfernt haben und sie zu den schafen brachten, hatten die daran so große freude, dass sie tatsächlich ein wenig in streit gerieten. es war eine riesige menge doch die damen knufften und stießen sich  gierig. so macht das beikraut zupfen doppelt spaß…
bei den frisch ausgesäten karotten ist es wiederum so, daß die beikräuter schneller keimen als die karotten und die dämme schon mit einem grünen flaum überzogen sind, bevor wir noch was von den karotten entdecken können. hier war es hingegen die totale feinarbeit, in den karottenzeilen die keimenden gräser zu entfernen, damit die später keimenden karotten gut den weg zum licht finden.

leider spüren wir immer noch die auswirkungen der herausforderungen am feld. sie liegen zum teil schon länger zurück, werden aber besonders sichtbar, wenn’s an’s ernten geht. trotzdem gehen wir in dem bewußtsein auf’s feld, dass es wohl richtig ist, wie es gerade ist, dass wir tun, was wir können, – dann funktioniert die symbiose zwischen mensch und pflanze fließender und leichter.

die paradeiser erröten nun langsam, es werden einige farben neben dem vorwiegenden grün sichtbar und diese sind richtig schön, doch viel wird es noch nicht sein. die salate werden noch stets von den hasen verputzt, was wir dagegen unternehmen, ist, ihnen die schlupfwinkel am acker zu verkleinern, das heißt es wird viel gesenst und gemulcht.
die melanzani kommen zögerlich und auch die paprikas brauchen noch ein weilchen…

es wird diesmal viele kräuter geben, darunter auch der jetzt üppig wachsende shiso, er kann als tee verwendet werden, durchaus auch die frische pflanze, pesto schmeckt auch sehr gut, es sei denn das kraut ist nicht nach dem eigenen geschmack (es gibt im netz viel zu lesen und allerlei rezepte für diese aus asien stammende pflanze perilla frutescens).

die zitronenverbene wird heute auch erstmals mit dabei sein, sowie basilikum, origanum und die üblichen kräuter.

also bis balde mit grüßen vom acker

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.