ackerschön woche 49

solawi – sodala in kürze:
gemüseverteilung:
servitenplatz: freitag 04.12 von 15.30 bis 19.00 uhr
dialogos:  04.12 von 17.00 bis 18.30 uhr, betreut von raya und fabien
lebensmitte*l:  samstag 05.12 von 9.00 bis 13.00 uhr (hasendorf 43)

bei der vergabe gehen wir nach wie vor den sanften weg, mit abstand, ohne füße treten und kopf anstoßen, unsererseits maskiert …

wir werden diesmal wieder die häkchen auf der liste machen, um gut mitzubekommen wer schon da ist bzw war.

die woche beginnt für uns oft am samstag von neuem, denn wenn die verteilung zu ende geht beginnen die sonstigen aufgaben wieder zu rufen. zum glück sind wir diesen rufen gefolgt denn nun ist der knoblauch fast zur gänze in die erde gekommen (bevor der frost sich wieder entschlossen hat schneller und stärker als angekündigt daher zu kommen). die karottenernte – in 14 langen reihen jede wurzel von hand gezogen und versorgt – war ein langer prozess, an dessen ende der frost sich schon in windeseile über den acker zog, während wir noch mit lampen am ernten waren.
das lagerkraut ist nun ebenfalls geerntet, in rot und weiß, und das schon vorher geerntete einschneidkraut ruht und reift zwischenzeitlich in fässern (nach einschneidenden prozessen, putzen, schnippeln, salzen und stampfen…)
wir hoffen das es wieder so gut und köstlich daher kommt wie im letzten winter, vielleicht noch im dezember.

die arbeit ist momentan vielerlei und wir können von glück reden, dass ab dem besagtem samstag fast jeden tag helfende hände am acker zur stelle waren, die uns drei unterstützt haben. wieder war lelio (am wochenende in der „schulpause“) dabei, roland (studienpause) detto, artyom aus russland, christa, elina, michael, helmut, gudrun, claudia (köstlich kulinarisch kochend) und monika, so sind viele aufgaben erledigt, die vor dem frost zwingend notwendig waren. ein minitunnel über unserem experimentellen kopfsenfkohl (schützt diesen vor frost), viel erntearbeit, unvorstellbar viele kilos in den keller geschleppt, ein bisschen erschöpfung lässt sich nicht verleugnen…..
und doch haben manche kulturen trotz schützendem vlies unter dem frost gelitten, der romanesco,…

die blattgemüse wie mizuna, rucola und endivie können diese woche nicht geerntet werden, da sie gefroren sind und somit am feld verharren sollen, vielleicht sind wetter und pflanzen nächste woche mild gestimmt. ihr seht den rotstift auf der ernteliste, er zeigt an was grad nicht geht… so ist die ernteliste wie immer von der feldrealität umgeprägt.

eine sagenhafte stimmung ist zu erleben, wenn wir alle zusammen so eine ernte schnell unter dach und fach bringen oder auch wenn helmut und michael uns die arbeit des heuholens einfach aus den händen nehmen, am abend zurück kommen und wir schon leicht ermüdet von der schnellkalt-karottenernte zum hof pilgern in dem gedanken jetzt zu dritt 100 heuballen auf den dachboden schleppen zu müssen (fühlt sich wenig prickelnd an). ein lachen beim ankommen und augenblicklich wird klar, alle bleiben etwas länger. wir sind nicht allein denn allen acht jucken noch die finger zum heutransport und allen ist bewußt, zu acht und „in kette“ ist der prozess schnell und schmerzlos, die kette war guter laune, in einem fluss ging es dahin und irgendwann der ruf von unten : „letzter pinkel – juhu“
das fühlt sich so erleichternd an, dass es uns allen in erinnerung bleiben wird.

dies ist ein schönes bild dafür wie solawi funktionieren kann, wenn das gemeinsame gelingen eines vorhabens in den vordergrund gestellt wird. sollten pannen oder ähnliches entstehen wird hingeschaut und ausjustiert wie es weitergehen kann.

laura meldet sich ganz anders zu wort, mit einem vorschlag zur krautzubereitung, dick in scheiben schneiden (mit strunk), auf ein backblech mit backpapier (oder ohne), auf jeden fall gut einölen und würzen zum beispiel mit kreuzkümmel, salz und pfeffer, auch mit käse oder anderen euch lieben gewürzen. ab in den ofen, backen bis sie bräunen und genießen. einfach und gut.
dieses mal dabei rote rüben mit blatt, klein und fein können diese auch zusammenbleibend im backrohr, in der pfanne oder auch im töpfchen mit etwas wasser gegart werden.

voilà,
auf wiedersehn

 

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